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Hanfpartei Deutschland

Sie bezeichnen sich als die „wahren Sozialdemokraten und rufen „Arsch hoch für deine Rechte!“ – die Hanfpartei verspricht Lösungen für viele gesellschaftlichen Probleme.

Der 15. September 2018 war der Stichtag für das, was selbst der DHV (Deutsche Hanfverband) bisher als wenig erfolgsversprechend, da mit zu hohen Hürden verbunden, bezeichnete: Der Gründungstag der Hanfpartei.

Parteichef Roland Kahl und seine Genossen wollen der Welt beweisen, dass Cannabis mehr kann, als man der Pflanze zutraut. Dem Internetauftritt der Partei kann entnommen werden, dass die Parteimitglieder sich keinesfalls als Ein-Themen-Partei begreifen. Nein, ganz im Gegenteil: Ein Blick in das Parteiprogramm offenbart da genaueres.

Die Hanf-Philosophie

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Französische Revolution? Nein, Hanfpartei. Die Hanfpartei-Genossen sind überzeugt, die beste Partei aller Zeiten gegründet zu haben. Dafür haben sie auch einige Argumente: Die Hanfpartei steht für eine “Enkel-taugliche Welt”, also eine Welt ohne Kriege, eine nachhaltige Wirtschaft, und einen gerechten Arbeitsmarkt. Demokratie, Zukunftsfähigkeit und Menschenrechte sind einige der Werte und Ziele aus denen die Partei ihr gesamtes Programm ableitet. Ganz nach dem Motto: „Yes, Cannabis can!“ Na dann, Vorhang auf. Meine Damen und Herren, es folgt das Parteiprogramm der Hanfpartei.

Deutschland hat jetzt eine Hanfpartei!

Cannabis can

Die Hanfpartei wirbt mit einem Konzept, dass laut ihrer Website „ökonomisch durchdachter” ist “als die Konzepte jeder anderen Partei“. Da wäre zum Einen die Einführung einer Unterbeschäftigungssteuer, mit deren Hilfe der Gesetzgeber Einfluss auf die Zahl der Beschäftigten nehmen könnte. Die Hanfpartei stellt sich diese Steuer als einen Zuschlag auf den Verkaufspreis vor, der umso höher ausfällt, je weniger Mitarbeiter pro Umsatzmillion das Unternehmen beschäftigt. Sie soll den Unternehmen einen Anreiz bieten, mehr Mitarbeiter einzustellen, um ihr Produkt anschließend günstig auf dem Markt verkaufen zu können. Die Einkommenssteuer will die Hanfpartei abschaffen, dafür aber eine Vermögenssteuer von 100% oberhalb eines Freibetrags von 30 Millionen Euro pro Haushalt einführen. Nie wieder Steuern zahlen also. Außer für Multimillionäre. Ein Glück, dass man da nicht dazugehört.

Das ist längst nicht alles. Das Programm umfasst von A wie Altenpflege bis Z wie Zuwanderung Lösungsvorschläge für alle wichtigen Themenfelder der Politik und Gesellschaft. Zu Demokratie hat die Hanfpartei folgende Entwürfe: Entmachtung aller Parteien, temporäre Bürgerparlamente und Volksentscheide statt Wahlen. Außerdem Wahlrecht für Kinder durch zusätzliche halbe Stimmen für jedes Elternteil. Die Hanfpartei ist laut eigener Aussage auch die einzige soziale Partei, die Gegner der Zuwanderung ist. Zwar befürworten sie eine bunte Gesellschaft, möchten die Zuwanderung aber begrenzen und stattdessen vor Ort in den Herkunftsländern helfen.

Natürlich darf Cannabis im Programm der Hanfpartei nicht fehlen: Medizinisches Cannabis soll gefördert werden.Na, das hätten wir jetzt fast vergessen.

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