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Mexiko legalisiert Cannabis ab dem 22. Februar

Ab dem 22. Februar 2019 wird auch Mexiko zu den Ländern gehören, die Ihr Regelwerk im Umgang mit Cannabis grundlegend verändert haben. Der zukünftige Umgang wurde dabei allerdings nicht auf der politischen Ebene organisiert, sondern durch die Richter des oberen Gerichtshofes. Innerhalb eines entsprechenden Erlasses soll den Konsumenten von Cannabis ein gewisser Schutz gewährleistet werden, der sie vor der behördlichen Strafverfolgung bewahrt.

Legales Gras – von nun an auch in Mexiko

Durch diese grundlegende Veränderung reiht sich Mexiko in die immer weiterwachsende Anzahl von Staaten ein, in denen Cannabis völlig straffrei erhältlich ist und konsumiert werden darf. Nachdem auch Kanada im vergangenen Jahr für eine Legalisierung von Cannabis gesorgt hat, überlegen derzeit zahlreiche andere Staaten, diesem Beispiel ebenfalls zu folgen.

Die grundlegende Entscheidung in Mexiko ist dabei auf den Obersten Gerichtshof zurückzuführen, der die neu verfasste Prohibition im Bereich Cannabis für rechtswidrig erklärte. Durch diesen Einschnitt der verantwortlichen Regierung eine Legalisierung förmlich aufgezwungen, da das Gericht im Zweifel über eine höhere Entscheidungsgewalt verfügt.

So setzte der Oberste Gerichtshof eine Veränderung durch

Da die Prohibition nicht für rechtens anerkannt wurde, geriet die Regierung unter Zugzwang. Das endgültige Ergebnis durch den obersten Gerichtshof sorgte dann dafür, dass der Regierung 90 Tage zu einer Veränderung des Gesetzes zur Verfügung standen, um das allgemeine Gesundheitsgesetz wieder an die richtigen Bestimmungen anzupassen.

Da die Regierung dieser Verpflichtung allerdings voraussichtlich nicht rechtzeitig nachkommen wird, werden die fünf betroffenen Verfassungsartikel wohl ersatzlos aus dem Gesetz gestrichen, wodurch es zum Erwerb und zum freizeitlichen Gebrauch von Cannabis keine Blockaden mehr gibt.

Der 22. Februar 2019 – ein Erfolgstag für die Befürworter des Cannabiskonsums

Mexiko legalisiert Cannabis ab dem 22. Februar

Am 22. Februar wird dann der endgültige Beschluss des Obersten Gerichtshofes veröffentlicht, wodurch die neue Gesetzeslage wirksam wird. Neben Besitz und Verwendung von Cannabis ist auch die Kultivierung des Mittels legal, wenn durch diese keine Einschränkungen Dritter oder ein kommerzieller Nutzen entstehen.

Diesbezüglich ist dieser Tag äußerst besonders, da die Entscheidung der Richter einen weiteren Schritt in eine tolerantere Zukunft darstellt, in der die Freiheit des Menschen ein natürliches Gut wird. Die Legalisierung in Mexiko dürfte diesbezüglich auch für viele andere Regierungen ein Warnsignal sein, dass sich die Rechtslage nicht verfälschen lässt, sondern in Notfällen auch ein entsprechender Eingriff durch die Judikative erfolgen kann.

Zeit für einen Blick nach Deutschland

In Deutschland verhärten sich die Fronten gleichzeitig immer weiter. Zahlreiche engagierte Befürworter treffen auf ein konservatives Meinungsbild, welches zwischen einer Legalisierung von Cannabis und den zahlreichen Bürgern steht. Auch wenn Mexiko nicht in allen Bereichen zu einem derartigen Vorzeigebeispiel wird, übernimmt es nun ab dem 22. Februar 2019 ebenfalls eine gewisse Führungsrolle im Bereich der Legalisierung von Cannabis, wodurch sich zahlreiche neue Möglichkeiten ergeben.

Wir werden die Lage in Mexiko daher weiter beobachten, sind uns allerdings äußerst sicher, dass die Legalisierung zahlreiche positive Folgen mit sich bringen wird. Umso mehr Länder sich diesem Trend anschließen, desto wahrscheinlicher wird es auch, dass selbst hier in Deutschland irgendwann ein Umdenken in der Politik erreicht werden kann.

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