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Neu-Bewertung von Cannabis? WHO hält die Ergebnisse noch zurück.
Innerhalb der WHO (World Health Organization) ist vor Kurzem ein Prozess angestoßen worden, durch den Cannabis und ähnliche Suchtstoffe neu bewertet und eingestuft werden sollen. Dafür waren natürlich weitreichende interne Forschungen nötig, die mittlerweile allerdings abgeschlossen zu sein scheinen. Aber welche Folgen kann eine derartige Neubewertung auf den rechtlichen Umgang mit dem Suchtstoff haben. Erwartet uns diesbezüglich vielleicht sogar eine weltweite Legalisierung von Cannabis?

Welche Aufgaben übernimmt die WHO?

Die Weltgesundheitsorganisation beschäftigt sich mit zahlreichen gesundheitspolitischen Grundsätzen und kümmert sich um die entsprechende Festlegung konkreter Normen und Standards. Dadurch sollen Erkrankungsursachen effektiv bekämpft werden, um die weltweite Gesundheit voranzutreiben.

Neben den klassischen Infektionskrankheiten steht allerdings auch die Analyse der Suchtfaktoren im Vordergrund, wodurch in diesem Bereich in regelmäßigen Abständen Anpassungen erforderlich sind. Diese beziehen sich dabei auf den aktuellsten Stand der Wissenschaft, weshalb auch Cannabis nun einer vollkommen neuen Prüfung unterzogen werden musste.

Warum wird Cannabis nun neu klassifiziert?

Auch wenn Cannabis seit dem Jahr 1954 als eine gefährliche Substanz angesehen wird, sprechen heute immer mehr Indizien für eine gefahrlose Nutzung des Mittels. Dadurch wird die weltweite Prohibition in Frage gestellt, durch die Cannabis in zahlreichen Ländern bis heute strikt verboten bleibt. Letztendlich gibt die WHO zwar nur eine Empfehlung an, aus der zeitlichen Entwicklung hat sich allerdings ergeben, dass diesen Empfehlungen durch den entsprechenden Verband der UN nachgegangen wird.

Innerhalb der 41. Kommissionssitzung wurde hierbei in geringem Maß von der ehemals äußerst restriktiven Voreinstellung abgewichen, woraus sich entsprechende Empfehlungen ergeben haben. Die WHO empfiehlt daher eine Änderung von Artikel 3, der wohl vor allem eine Reaktion auf die losgelöste Legalisierungswelle der vergangenen Jahre darstellen soll. Die Entscheidung beruft sich diesbezüglich auf zahlreiche neue Forschungsergebnisse, durch die sich eine Neubewertung bereits im Vorhinein angeboten hat.

Neu-Bewertung von Cannabis? WHO hält die Ergebnisse noch zurück.

Diese Änderungen sind nun absehbar

Auch wenn es wohl zu einer Änderung des Gesetzestextes kommen wird, lässt sich eine flächendeckende Legalisierung wohl bisher nicht absehen. Grundsätzlich lassen sich die praktischen Veränderungen auf kleinere Maßnahmen innerhalb der unterschiedlichen Verwaltungskategorien reduzieren, durch die sich Verwendung, Einsatzbereiche und strukturelle Zusammensetzung der Mittel leicht anpassen.

Die aktuellen medizinischen Erkenntnisse belegen dabei einen medizinischen Nutzen, weshalb die bisherige Einordnung nicht mehr haltbar war. Auch wenn die Einstufung diesbezüglich dem weltweiten Entwicklungsstand hinterherhinkt, stellt diese Umstrukturierung einen guten Ansatz für zahlreiche Individualreaktionen anderer Länder dar. Diese können dem Beispiel Mexikos oder Kanadas folgen und selbst entsprechende Maßnahmen zur Legalisierung von Cannabis als Genussmittel vorantreiben.

Welche Folgen hat die Neubewertung für Deutschland?

In Deutschland wird voraussichtlich auch die Neubewertung von Cannabis nicht zu einem grundlegenden Paradigmenwechsel führen, da sich die politischen Seiten diesbezüglich nicht gemeinsam einigen können. Dennoch muss sich natürlich auch Deutschland an die neue Einordnung halten, wodurch sich langfristig eventuell doch eine Veränderung erwarten lässt.

Auf kurze Sicht bleibt die Situation allerdings wohl unverändert, sodass sich die Befürworter einer Legalisierung noch gedulden müssen. Die Hoffnung stirbt diesbezüglich allerdings zuletzt, weshalb wir die Entwicklungen weiterer Einschätzungen und strukturellen Veränderungen durch die WHO für dich genauestens im Blick behalten werden.

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